um es vorweg zu nehmen: ich glaube an verschwörungen
Wir wissen und/oder können uns über eine riesige Menge an mehr oder weniger umfassend und mehr oder weniger freiwillig offengelegten Aktionen von Regierungen, Militärs und Geheimdiensten informieren. Operation Ajax, Operation Mongoose, Iran-Contra, Operation GLADIO, Mockingbird, MK-Ultra, Project ARTICHOKE, Air America, Phoenix-Program, Operation Sea Spray, die Liste könnte noch um viele Zeilen ergänzt werden. Die Konsistenz bei den quer durch alle Themen gehenden Operationen ist vor allem die Kontinuität verdeckter Aktionen an sich, die Skrupellosigkeit, die spärliche mediale Aufmerksamkeit und damit verbunden, die Unkenntnis in der Gesellschaft.
Der veränderte Zugang zu Informationen dank Internet und Digitalisierung, die Vernetzung der Menschen über soziale Medien und nicht zuletzt die Ereignisse vom 9. September 2001 und v.a. die mit dem Ereignis begründeten Folgen für die Zivilgesellschaft, verbunden mit einer unzureichenden Untersuchung und einer widersprüchlichen offiziellen Darstellung von 9-11, hat zunächst in einem kleinen, aber wachsenden Teil der Bevölkerung zu einer Sensibilisierung in diesem Bereich geführt. Die weltweit eigenartige Handhabung von Covid hat dazu beigetragen, dass mehr Menschen das Weltgeschehen kritisch betrachten und Ereignisse, die mit einer erstaunlichen Rechtzeitigkeit fragwürdige Handlungen von Regierungen rechtfertigen oder die öffentliche Meinung in eine gewisse Richtung lenken, kritisch hinterfragen.
Gleichzeitig ist eine Zunahme an Posts mit mehr oder weniger offensichtlichen Fake News zu verzeichnen, verbunden mit einer erschreckenden Medieninkompetenz der Generation Z. Die seit den 2020ern aufkommenden KI’s machen diesen Umstand zunehmend zu einem echten Problem. Die Bezeichnungen «False Flag» und «Verschwörung» bzw. «Verschwörungstheoretiker» sind deutlich öfter zu hören als in den guten alten 90er Jahren. Bei beiden ist tatsächlich eine Zunahme, mit Reduktion der Qualität, zu verzeichnen. Man könnte fast den Eindruck bekommen, als Antwort auf die zunehmende Aufmerksamkeit in der Gesellschaft, mitten in einer «Operation Desinformation» zu stecken.
Der Umstand zunehmender Fakenews wiederum wird medial und politisch dazu genutzt, die Spaltung in der Gesellschaft zu verschärfen und die Notwendigkeit von Regelungen wie Identifikation im Internet und Zensur zu behaupten. Und ein nicht unerheblicher Teil der Menschen in Europa, primär jene, die immer noch behaupten, Masken hätten Sinn gemacht, stellen sich demonstrativ hinter Regierungen und Mainstream Medien. Zur Zensur wird dann so Unsinn verbreitet wie, nur Meinungen seien geschützt, FakeNews seien keine Meinungen. Es gehe um Aufhetzung und das Schüren von Hass. Dass dies auch durch korrekte Inhalte, die falsch platziert sein sollen, erfassen kann, wurde schon mehrfach eingestanden. Dennoch sind aufgrund der Flut an falschen Inhalten immer mehr zu einer Zensur bereit. England und Australien haben unter dem Deckmantel des Schutzes von Kindern im Internet bereits grosse Schritte in Richtung Gesinnungsüberwachung vorgenommen. Das ist brandgefährlich.
Diejenigen, die Fakenews verbreiten sind aber keinesfalls unter falscher Identität unterwegs, das ist mitnichten das Problem. Das Problem ist die fehlende Medienkompetenz.

